Schwarze Katze

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Schwarze Katze

20. Oktober 2026 @ 19:30 - 21:30

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Schwarze Katze – die Lesebühne im Terzo Mondo

Mit:

Thomas Böhme, Sebastian Vötter, Steffen Marciniak

„Von weniger Herbst und Orpheussplittern zu Provinzfluchten und müden Konsuln“

Thomas Böhme und Sebastian Vötter lesen aus ihren letzten Veröffentlichungen Prosa und Lyrik. Steffen Marciniak moderiert und trägt zwei Widmungsgedichte an beide Autoren vor, die in seinem nächsten Gedichtband „Dichterrunen“ 2026 erscheinen werden.

Das Unterwegssein in Zwischenwelten charakterisiert Thomas Böhmes kurze Prosastücke, die auch im Erzählen nahe beim Gedicht bleiben und mitunter die Genregrenzen verwischen. Versehrte Landschaften in gedeckten Farben und bei diffusem Licht wechseln mit Innenräumen, die nur scheinbar Geborgenheit bieten. Die Zeit läuft spürbar langsamer, dehnt sich aus, gerinnt zu erinnerten oder geisterhaften Szenerien und manchmal bleiben die Uhren ganz stehen. In diesen Zeit-Räumen sind Götter und Sterne ebenso zu Hause wie Tiere, Pflanzen, Äpfel oder Walnusskerne. Die Menschen, deren Handeln oft Widersinn oder Vergeblichkeit anhaftet, bewegen sich wie Schlafwandler an den Rändern des Daseins oder nehmen ihre Umgebung verzerrt wahr. Ganz bei sich sind sie nur in der Kindheit mit ihren Ängsten, Sehnsüchten, ihrem Schmerz. Ihr Verlust bedeutet Minderung, selbst wenn dem Erwachsenen Lustgewinn, Erkenntnis oder Ruhm winken. (aus dem Klappentext zum Kurzprosaband: „Weniger Herbst“)
„Thomas Böhme ist in Bestform! Mit „Orpheussplitter“ aktualisiert er die Antike. Die Poeme über Roms Heroen und Hurensöhne strotzen vor Sinnlichkeit und zarter Tragik. Aber während wir die unaufdringliche Eleganz der Verse trinken, dräut bereits die Gegenwart: Die Sterne tragen wieder Kriegsbemalung.“
Crauss, Dichter zum Gedichtband „Orpheussplitter“

Manchmal darf man ja auch mit Böhme staunen, wieviel Poesie in einem ganz gewöhnlichen (friedlichen) Alltag steckt. Als hielten die Menschen so viel Poesie nicht aus. Wehrlos denen gegenüber, die immer nur zu gern bereit sind, die große Keule rauszuholen und dreinzuschlagen.
Ralf Julke, Journalist Leipziger Zeitung zu „Orpheussplitter“

Sebastian Vötters Erzählungen sprechen von Fremdheit, Grenz­erfahrung und innerem Umbruch.
Er fächert eine kosmopolitische Prosa von leiser Sprengkraft, ein rätselhaftes Wintergemälde, eine Reise nach Shangrila, Geocaching in der Wüste, eine Entwicklungshelferin im Bus durch Kairo auf. Vötters Erzählungen führen an geografische wie innere Grenzlinien. Seine Figuren bewegen sich zwischen Kulturen, politischen Umbrüchen und biografischen Sollbruchstellen. Was beiläufig beginnt, gewinnt eine unterschwellige Bedrohlichkeit. In klarer, reduzierter Sprache legt Vötter das Unheimliche im Alltäglichen frei. Die Texte leben vom Weglassen, von präzisen Bildern und einer melancholischen Grundspannung. Am Ende bleibt ein Gefühl leiser Erschütterung – und die Frage nach dem versäumten, vielleicht unwiederbringlichen Leben. (aus dem Klappentext zum Erzählungsband: „Geocoaching oder Der Konsul ist müde“)
Vötters Gedichte in „Provinzfluchten“ führen zum einen zu den Orten seiner Herkunft und dann hinaus in die Welt, nach China, Ägypten und Amerika. Verlassene Landschaften, kleine Bahnhöfe und Erinnerungsorte stehen neben dem Leben in fernen Städten, hin zu Parks, Friedhöfen, Hotelkorridoren. Sowohl in der Provinz als auch in der Ferne begegnen wir einer Wirklichkeit, deren Bedeutungen brüchig geworden sind. Ein Archiv aus Erinnerungen, dort eine Welt als Abfolge flüchtiger Begegnungen und Eindrücke. Heimat und Fremde, Nähe und Distanz, Vergangenheit und Gegenwart überlagern sich. So entsteht ein Mosaik aus Beobachtungen, Bildern und Momenten ― ein stilles Nachdenken über die Frage, wie sich in einer bewegten Welt noch Bedeutung finden lässt. (aus dem Klappentext zu: „Provinzfluchten“)

Wer möchte, bestückt den Büchertisch

denn wieder gilt:

Eintritt frei – Buchkauf möglich

© Bernd Kebelmann 2024

 

 

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