ston allon kosmo pou tha pas ..

Kostas Papanastasiou

* 08.02.1937 Karditsa, Greece   21.11.2021 Berlin

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vielen Dank für die überwältigende Anteilnahme

Kosta war ein wunderbarer Mensch mit viel Empathie! Er hat sich immer für die Schwächeren in unserer Gesellschaft eingesetzt! Für uns war er Freund und Vorbild! Er wird in dieser kalten Welt eine große Lücke hinterlassen. Er wird uns, er wird mir persönlich, sehr fehlen!

ich habe ihn schon 1968 kennengelernt. Ich war damals AstA-Vorsitzender an der FU und hatte ihn zu einem Vortrag zur Solidarität gegen die Junta in Griechenland geladen. Er hielt einen leidenschaftlichen, flammenden Beitrag, den ich nicht vergessen habe.

Kostas war ein geistiger Hort und eine geistige Verwandtschaft für mich seit 1982

…eine Lichtgestalt ist zu den Sternen gezogen. Er wird uns hier unten fehlen.

Ein wunderbarer Mensch, ein „Beweger“ und Bewegter hat uns verlassen.

Ich habe Kostas über 40 Jahre gekannt und ihn als meinen Freund betrachtet. Er war ein beeindruckender, weiser Grieche mit einem großen Herz, der so unglaublich viele Menschen unterstützt hat und mit seinem Terzo Mondo ein Zuhause gegeben hat.
Er wird bei mir immer in der Erinnerung bleiben.

Kostas war auch mir ein Freund, der mir in meinen schwersten Stunden beigestanden hat,  manche nächtliche Stunden haben wir damals im Terzo Mondo zusammengesessen.
Euer Haus stand für mich immer offen, dafür danke ich Dir von Herzen.

Es tut weh zu denken: Kostas ist nicht mehr unter uns. In unserem Herzen aber wird er leben, solange wir selbst leben.
Gute Reise in die Heimat, Kosta!

Aber er reisst eine grosse Lücke für viele in Berlin und Griechenland—

Kostas bleibt in seiner Einmaligkeit unvergessen.
Seine Initiative führte 2012 zur Gründung des Berliner Forums Griechenlandhilfe, dem späteren gemeinnützigen Verein, um den notleidenden Menschen in seiner Heimat zu helfen. Über Kostas entstand der Kontakt zu den „Ärzten der Welt“ in Griechenland, der Organisation, mit der wir unsere Hilfsleistungen koordinierten. Über Jahre war er der Motor für Spendenaufrufe und Veranstaltungen, in denen es sein Anliegen war, in Deutschland das Verständnis der aktuellen Notlage in Griechenland zu verbessern.

…. mit Kosta ist für mich die ehrlichste und griechischste Seele Westberlins von uns gegangen. Ich habe ihm sehr, sehr viel zu verdanken! … kalo taxidi …

Kostas war auch mir ein Freund, der mir in meinen schwersten Stunden beigestanden hat,  manche nächtliche Stunden haben wir damals im Terzo Mondo zusammengesessen.
Euer Haus stand für mich immer offen, dafür danke ich Dir von Herzen.

Es tut weh zu denken: Kostas ist nicht mehr unter uns. In unserem Herzen aber wird er leben, solange wir selbst leben.
Gute Reise in die Heimat, Kosta!

Aber er reisst eine grosse Lücke für viele in Berlin und Griechenland—

Kostas bleibt in seiner Einmaligkeit unvergessen.
Seine Initiative führte 2012 zur Gründung des Berliner Forums Griechenlandhilfe, dem späteren gemeinnützigen Verein, um den notleidenden Menschen in seiner Heimat zu helfen. Über Kostas entstand der Kontakt zu den „Ärzten der Welt“ in Griechenland, der Organisation, mit der wir unsere Hilfsleistungen koordinierten. Über Jahre war er der Motor für Spendenaufrufe und Veranstaltungen, in denen es sein Anliegen war, in Deutschland das Verständnis der aktuellen Notlage in Griechenland zu verbessern.

Er war Musiker und Schauspieler, Gastgeber und Freund, Humanist und Kämpfer für Menschenrechte und die Idee einer gerechten Gesellschaft. Im Alter von 84 Jahren ist Konstantinos Papanastasiou, Kostas wie wir ihn kannten, von uns gegangen. Er hinterlässt eine Lücke in uns, in unserer Gesellschaft und in Berlin.
Es gibt Menschen, die treffen wir zum ersten Mal und sind überzeugt davon, sie schon lange zu kennen. Kostas war so. Ein bekanntes Gesicht, ein markanter Schauspieler und charaktervoller Musiker. Die Vertrautheit, die Verbindlichkeit im Umgang, auch mit für ihn Fremden war ein Wesenszug, der in jedem grundsätzlich das Vertrauen auslöste, das der Freund entgegenbringt.
Dort wo Solidarität gefragt war, wo Unterdrückte gestützt werden mussten, wo es darum ging, sich tatkräftig für Gerechtigkeit einzusetzen, dort war Kostas der aufrechte einsatzstarke Linke, der die Sache über sein Ego stellte.
Aber Kostas war zuallererst Künstler, Kulturschaffender, der selbst als Schauspieler und Musiker agierte und in seinem Lokal „Terzo Mondo“, das er über vierzig Jahre führte, anderen Kulturschaffenden eine Plattform bot. In jeder Hinsicht grenzenlos öffnete Kostas seine Bühne für Musik von Folk bis Jazz, seine Gaststätte für Ausstellungen und seine Räume für Diskussionsforen und Versammlungen. Ja, und gutes Essen war auch eine seiner Passionen.
Wer erinnert sich nicht an einfühlsame wie hitzige, manchmal grantige aber nie unüberbrückbare Diskussionen, in denen es um die grundlegenden gesellschaftlichen Zusammenhänge geht oder aber um Internationalismus oder um kulturelle und künstlerische Emanzipation und Partizipation ging.
Und jeder mochte Kostas auf seiner kleinen Bühne mitten im Lokal mit seiner schroffen Gitarre seine mal roh geschnitzten mal lieblichen griechischen Lieder singen hören. Alle seine Lieder spiegelten etwas von der Sehnsucht eines jeden Menschen nach Geborgenheit, Geselligkeit und der in der Kollektivität geborenen Individualität wider – so man will, der Nukleus einer gerechten solidarischen Gesellschaft, in der die eigene Freiheit sich an den Bestrebungen des nächsten misst.
Wir trauern um einen wichtigen Kulturschaffen und verneigen uns vor einem großen Freund.
Kostas, Du fehlst uns, wir kämpfen weiter auch in Deinem Sinne.
Αντίο, αγαπητέ φίλε
Der Bezirksvorstand der Partei DIE LINKE. Charlottenburg-Wilmersdorf


Tarek Shukrallah

Die Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) und der Theodorakis Chor (TC) trauern um Kostas Papanastasiou,
der mit 84 Jahren in Berlin gestorben ist. Bundesweit bekannt wurde Kostas Papanastasiou, als Schauspieler
in der Lindenstraße, als Musiker, Sänger, Schriftsteller, politischer Aktivist, sowohl als Inhaber
der griechischen Taverne „Terzo Mondo“ im Stadtteil Charlottenburg.
Mitglieder der GKF und des TC haben seit mehr als 40 Jahren unvergessliche Abende im Terzo Mondo verbracht,
einem Treffpunkt der Kulturen. Dort haben wir auch für Konzerte in seiner „Galerie“ einem anliegenden Veranstaltungsraum, für Konzerte mit Mikis Theodorakis in Berlin geprobt. Gemeinsame Auftritte gab es bei verschiedenen Solidaritätsveranstaltungen für Griechenland. Kostas Papanastasiou ist mit dem Terzo Mondo zu einer „Kulturellen Institution“ geworden. Deshalb hat die GKF das Terzo Mondo mit Unterstützung des ehemaligen UNESCO-Generaldirektor Federico Mayor bei einem Friedenskongress in Berlin 2015 inofiziell zum „Kulturerbe“ erklärt. (Bilder von Treffen in der FU in Berlin anbei)
Kostas Papanastasiou hat während der griechischen Militärdiktatur seine Stimme auf vielen Konzerten in Deutschland
für Demokratie und Freiheit erhoben.
Wir werden Kostas Papanastasiou mit den Liedern von Mikis Theodorakis in Erinnerung halten

Es war erstaunlich schön, lehrreich, intensiv und den Horizont erweiternd mit ihm vor Jahren Zeile für Zeile an den Stücken „Philoktet“ und „Delphi“ von Jannis Ristos zu arbeiten, die wir dann auch tatsächlich mit Michael Putschli, Laszlo Moldvai und manchmal dem Frauenchor Rhythmusen auf einige Bühnen brachten. Dank Kostas, dem Polymach!

Mondnacht
Es war, als hätt‘ der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst‘.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis‘ die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.
(Joseph von Eichendorff)

Hört Ihr alle die beiden, Mikis und Kostas, hört Ihr den himmlischen Reigen? ::

Nachruf auf Kostas Papanastasiou (1937 – 2021)
Berlin, 22. November 2021
Wenn ich nach einer Veranstaltung im Literaturhaus Fasanenstraße bei Kostas im „terzo mondo“ hereinschaute, saß er immer auf seiner Eckbank, vor sich Zeitungen und Papiere, die Zigarette glimmend im Aschenbecher, der Kaffee kalt. Immer saßen Freunde um ihn herum und immer hatten wir uns viel zu sagen. Am Sonntag ist Kostas Papanastasiou, der als Wirt aus dem Serienfilm „Lindenstraße“ in ganz Deutschland bekannt ist, mit 84 Jahren gestorben.
Ich weiß nicht, wie oft wir mit unserem georgischen Gesangstrio „Weinstock & Nachtigall“ im „terzo mondo“ auftraten. Vor wenigen Tagen ist Davit gestorben, der die Bassstimme sang und die polyphone georgische Folklore bestens kannte. Wie oft ich in der Galerie des Restaurants meine Lieder von Bulat Okudschawa und Wolf Biermann zu Gitarre und Harmonium sang, habe ich vergessen. Aber ich erinnere mich, dass ich die Mitglieder der verschiedenen tschetschenischen Kindertanz- und Theaterensemble und georgischer Chöre bei Kostas verköstigte und Kostas mit meinen russischen und kaukasischen Schriftstellerfreunden bekannt machte, z. B. mit Andrej Bitow und dem deutsch-georgischen Ontotextologen Giwi Margwelaschwili. Wenn sie sich über die Papierflieger in der Decke wunderten und Kostas gute Laune hatte, zeigte er ihnen, wie er sie faltet und mit seinen zwei Daumen hochschnippst.
Kostas Papanastasiou kam Ende der fünfziger Jahre als Schauspielschüler und Architekturstudent nach Berlin. Er war ein griechischer Sozialist. Gegen die faschistische Militärdiktatur gründete er 1967 die „Patriotische Front“, der auch der revolutionäre Komponist Mikis Theodorakis angehörte, und leistete mit politischen Veranstaltungen und Konzerten Widerstand. 1972 eröffnete er das griechische Restaurant mit dem programmatischen Namen „terzo mondo“. Es wurde bald zu einem Treffpunkt der linken Szene der „Achtundsechziger“ und nach Kostas Rolle in dem Film „Die Eroberung der Zitadelle“ von Bernhard Wicki zur Kneipe der Berlinale, in der sich die berühmtesten Filmleute aus alle Welt trafen und Rainer Maria Fassbinder mit seine Crux nächtelang die Szenen seines Films „Der Lord am Alexanderplatz“ besprach. Im „terzo mondo“ trafen sich viele aus der DDR ausgereiste Autoren und Theaterleute wie Thomas Brasch, Katharina Thalbach und die Dichterin Sarah Kirsch. Später öffnete es sich für Geflüchtete aus aller Welt, denen Kostas beim Ausfüllen ihrer Dokumente half.
Nach dem Abchasienkrieg 1992 in Georgien organisierte Kostas Hilfstransporte für georgische Waisenkinder, die im Winter zu Fuß über das Gebirge fliehen mussten. Er hatte großes Verständnis für die Tschetschenen, die von der russischen Kriegsmaschine nach Europa getrieben wurden, und bewunderte den tschetschenischen Dichter Apti Bisultanow.
Im terzo mondo singt jeden Abend Kostas Sohn Marc Alexej griechische Lieder und spielt meisterhaft Gitarre. In der Galerie im ehemaligen Lagerraum des Restaurants zeigen Künstler ihre Bilder und treten Musiker auf wie der armenische Sänger Stepan Gantralyan.

Mit Kostas stirbt eine Welt, mit Marc Alexej, der das legendäre Restaurant weiterführt, und mit uns allen wird sie ein Stück weiterleben.

Ekkehard Maaß,
Deutsch-Kaukasische Gesellschaft.

Dein Vater war ein großes Herz und Patriot, der viel Liebe, Leidenschaft und Stärke ausstrahlte und gegeben hat. Uns hat dein Vater in einer schwierigen Situation sehr geholfen und dies können wir niemals vergessen. Wir sind Ihm sehr Dankbar.

Kostas war für mich die allererste menschliche Begegnung in Berlin nach meinem Umzug 1994 aus Hamburg. Ich hatte gerade bei Sat.1 angefangen und suchte irgendwo eine Zuflucht . Den „Lindenwirt“ kannte ich nicht, habe nie eine Folge gesehen, obwohl ein Freund beim WDR sie produzierte. Aber ich lernte einen singenden, schreibenden, kämpfenden „homo politicus“ kennen. Der gemeinsam mit Wader, Roski, Kittner und Biermann laut aufstand und gegen den Folterterror der Junta sang. Vieles andere wusste ich damals noch nicht, aber ich durfte ihn erleben und näher kennenlernen: Kostas, der in vielen,  vielen ernsten Spielfilmen mitwirkte (zuerst in Bernhard Wickis „Eroberung der Zitadelle“), in vielen TV-Sendungen, Diskussionen, Serien, in großartigen Vorstellungen fern jeden jedem billigen Populismus. Ein Ordensträger des Bundesverdienstkreuzes und diplomierter Lehrbeauftragter für Architektur an der HdK Berlin.
Das weiß ich heute. Damals wurde ich vom unpretentiösen Augenblick beschenkt. Der Thessalier Kostas wirkte auf mich aus sich selbst heraus und nicht als mediale Kunstfigur. Ich war aber schon damals ein großer Hellas-Liebhaber, liebte viele Reisen ins „Land der Griechen“, das ich mit allen Sinnen suchte, liebte (immer noch)  meinen griechischen Schwiegersohn Eiki, war seit 1991 durch Vermittlung von Asti Kutullas aus Berlin befreundet mit dem ebenfalls in diesem Jahr verstorbenen Mikis Theodorakis und seiner Familie, schrieb und produzierte als Autor (über die Jahre bis heute) viele Griechenland-Beiträge in Zeitungen, Magazinen und im Fernsehen und fühlte ich mich auf Anhieb im „Terzo“ über Jahrzehnte wohl und geborgen. Musik, hitzige Diskussionen, soziale Großtaten u.a.für Georgien, wohin Kostas („Der Grieche in mir“) über Jahre selbst mit dem Truck Tonnen von gesammeltem medizinischen Material und u.a dringend benötigte Kindernahrung und -kleidung transportierte, streitbare Freude, krosse Pommes, bestes Stifado, würzigen Ouzo, kalten Restsina, sinnliche Momente, Skurrilitäten.
Alles stimmte, weil alles echt war. Dafür danke ich Kostas, seiner Frau Monika und auch Dir und dem wunderbaren Tresen-Team.
Öfter haben wir gemeinsam im hinteren Galerieraum Konzerte gemacht, Lesungen abgehalten und Bilder aufgehängt. Einige Stühle, ein Piano, die Bühne, ein Kunstraum ohne Zwänge. In dieser Blase hinter der Matrix des Alltäglichen haben wir damals Kunst probiert und ausgeübt. Schon weit vor heutiger Perfektion und „Fournos by TerzoMondo.
Es war eine ganz intensive, aber dünnwandige Zeit. Und wie das so ist mit feinem Glas: Es ist gefährdet. Doch, ja, wir passten schon instinktiv auf, dass es nicht bei jeder Belastung zerbrach. Aber wir hatten nicht mit der Macht der Zeit gerechnet. Nun, wir haben gelebt und aus jedem Gefäß getrunken. Kostas hat nicht nur im „Terzo“ gesungen, sondern auch auf großen Bühnen, in der Philharmonie bei Maria Farantouri Texte gelesen, hat dort am 20.November 2011, fast auf den Tag genau zehn Jahre vor seinem Tod ein großes Konzert gegeben. Wir alle im „Terzo“ haben getanzt ohne Ende, natürlich immer nur den schnellen Chasapikoservikos.
Doch irgendwann einmal ist das Glas irgendwo weggestellt worden. Nicht zerbrochen. Nur irgendwie  verloren gegangen.  Ohne jeden Grund, ohne jede Absicht und Erklärung. Das Leben erodiert eben doch nicht nur an den weichsten Stellen. Einmal, vor ein, zwei Jahren, traf ich Kostas bei einer Veranstaltung in Berlin. Wir erkannten uns freudig. Dann ging wir alle es wieder weiter und vorüber.
Gebt Kostas eine Münze mit auf den Weg über den Fluss Styx und einen Honigkuchen für seine Götter auf der anderen  Seite, drüben im Seelen-Lager.
Doch wir sind – noch – diesseits, ich könnte manches ändern, gerne (und nicht „vielleicht“) wieder mal mit meiner lieben Brigitte ins „Terzo“ gehen, dort aber nicht nur die Vergangenheit beschwören, sondern auch den Tag feiern: „Jammas!!“. Einen kräftigen Schluck auf Kostas prosten, der im Lokal mit Vorliebe Tee trank. Vielleicht singt er für uns, wenn wir leise hinhören wollen, denn er war stets streng, was lautes Schwätzten betraf, wenn er sang, ja wieder aus dem Papierflieger-Himmel sein „Avrio, metavrio“ oder das Lied von der kleine Kuh. Dann können wir ehrlich weinen und genauso wieder lachen.

Ein großartiger, imposanter Mann. Als ich vor vielen Jahren noch in Charlottenburg wohnte, war ich oft bei euch essen und fand ihn immer beeindruckend.

Wer ihn kannte, wird sicherlich nicht nur die Flieger an der Decke des Terzo Mondos kennen; seine Lyrik, seine Musik, sein Engagement für Menschen und vieles mehr haben mich über Jahrzehnte beeindruckt.

Ich denke gerade an diesen legendären Abend vor vielen Jahren, als wir unseren Melina Film „Die Frau, die Griechenland war“ im Terzo Mondo zeigten und tanzten bis in die frühen Morgenstunden – und an viele andere Abende mit Kostas, mit Gesprächen, Wein, gutem Essen. Me agapi,

Kostas war einer der interessantesten, klügsten, in Vielem beispielhaftesten, kompliziertesten, liebenswertesten Menschen in meinem Leben. Und er hatte eine wunderbare tapfere Ehefrau. Die ihn stützte, ihm immer, in jeder Hinsicht, zur Seite stand.

Ich trauere um
Constantin „Kostas“ Papanastasiou
den ich seit 1968 kenne
und seine griechische Musik
mit der wir gegen die Junta sangen
und später dann in seinem
Terzo Mondo
mit griechischem Wein
manch schöne Stunden verbrachten
Dank auch für seine Galerie
bespieln zu dürfen mit
meiner Lyrik und Prosa
bella ciao Kostas

2 Kommentare
  1. Malamatenia
    Malamatenia sagte:

    Ich möchte mich hier anschließen und auch ein Gedenken an Kostas hinterlassen, weil er mir und meinen Eltern im Jahr 1981 geholfen hat.
    Wir kamen als Griechen aus der DDR und haben anfangs finanziell keine rosigen Zeiten erlebt. Und hier hat uns Kosta Arbeit gegeben, d.h. wir haben die Räume im Terzo Mondo geputzt. Als gerade 17 jährige war das nicht erstrebenswert Toiletten zu putzen, was mir auch peinlich war. Aber es hat uns ein bisschen mehr finanziellen Spielraum gegeben, sodass ich mir als Jugendliche auch eine Jeans kaufen konnte. Das wird Kosta nicht gewusst haben, aber nun ist mal die Gelegenheit hier Ευχαριστώ zu sagen.
    Θα είσαι πάντα στη σκέψη όλους που σε γνώρισαν.

    Μαλαματένια-Malamtenia

    Antworten
  2. Ursula Linder
    Ursula Linder sagte:

    Liebe Monika,
    lieber Marc,
    nun also der endgültige Abschied von Kostas.
    In großer Dankbarkeit für
    jahrzehntelange Gastfreundschaft, berührende Lieder,
    unvergessliche Reiseleitung.

    Σε νησιώτικο λιμάνι
    Βγάλε με
    βγάλε με
    Έλα βγάλε με

    Ursula
    (Klingende Brücke)

    Antworten

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